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Ruanda Tagebuch 2017

Hier berichten wir über unsere Erlebnisse und Erfahrungen.
Alle Bilder finden sich noch mal gesammelt in der Bildergalerie. Eure Rückmeldungen sind im Gästebuch zu finden.

Am 15. Juli geht es los!

Wir starten unsere 24 Stunden-Anreise zu unserer Partnergemeinde St. Dominic in Ruli, Ruanda.

Wir haben uns in den letzten Monaten auf die Reise vorbereitet und freuen uns auf viele neue Eindrücke und auf die Begegnungen mit unseren Freunden in Ruli.

Beate, Tom, Jean, Jan, Karl, Anna, Charlotte, Lisa, Burkhard, Karin

 

Unsere Erlebnisse und Erfahrungen kann man im Tagebuch nachlesen. Wir freuen uns auch über Rückmeldungen über das Gästebuch!

Morgens ist die Gruppe um 3 Uhr aufgestanden und zum Flughafen Hannover gefahren.

Es gab allerdings ein kleines Problem: Wir hatten am Abend die Nachricht bekommen, dass unser Flug von Hannover nach Brüssel von 7 Uhr auf 11 verschoben wurde, und wir somit den Anschlussflug nach Kigali verpassen würden. Dank eines nächtlichen Telefonats hatte Kay unseren Flug umbuchen können und wir sollten dann über Frankfurt fiegen. Allerdings sagte uns das Flughafenpersonal, dass es keinen Platz mehr im Flugzeug gäbe. Da wir jedoch schon unseren Flug vorher umgebucht hatten, konnten wir mitfliegen und 10 andere Fluggäste mussten dann warten.

Nachdem wir in Frankfurt umgestiegen waren, landeten wir in Brüssel. Durch unseren kleinen Sprint zum nächsten Flieger kamen wir doch noch pünktlich zu unserem Flug nach Kigali. Nach 13 Stunden Flug kamen wir nach einem Stopp in Entebbe, Uganda, endlich in Kigali, Ruanda, an.

Mit allen Koffern stiegen wir in einen Kleinbus und einen Jeep und sind in Richtung Ruli gefahren. Da die Straßen leider nur aus Sand bestanden und es offensichtlich länger nicht geregnet hatte, dauerte es nicht sehr lange bis der Kleinbus mitten im nächtlichen Ruanda steckenblieb. Mit der Kraft der Jugendlichen wurde das Auto aus dem Sand geschoben und wir fuhren weiter nach Ruli.

Um ca. 1 Uhr nachts sind wir dann hier angekommen und konnten unsere Quartiere beziehen, die je aus 2 Zimmern mit Bett und Moskitonetz bestanden und einem weiteren Raum plus einem Bad.

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Unser erster richtiger Tag begann mit einem leckeren Frühstück. Es gab Brot, frische Ananas, Müsli, Honig, Banane und Papaya. Nach dem Frühstück sind wir dann zur Kirche gegangen. Der Gotttesdienst dauerte vier Stunden und war auf Kinyarwanda, die Sprache, die man in Ruanda spricht. Es  wurde viel gesungen und geklatscht. Am Ende wurde unsere Gruppe vorgestellt und haben zwei Lieder gesungen.

Danach gab es dann ein ausgiebiges Mittagessen zusammen mit Christian (unser Reisebegleiter) und mehreren Pastoren.

Nach dem Essen konnten wir uns ein bisschen ausruhen, da die meisten in der Nacht sehr wenig geschlafen und vom Gottesdienst etwas müde waren.

Abends haben wir dann mit Egide, einem Pastor, Musik gemacht und er hat uns ein paar Wörter auf Kinyarwanda beigebracht. Um halb sieben wurde es schon dunkel und kurze Zeit später gab es Abendessen, was auch wieder sehr lecker war.

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Am dritten Tag unserer Reise mussten wir schon um 7 Uhr aufstehen, weil es Frühstück gab, denn wir hatten viele Besorgungen zu erledigen. Ein Teil unserer Gruppe ging zur Bank, um das Geld umzutauschen. Karl besuchte zu dieser Zeit Schwester Rosa, die Leiterin des Weisenhauses. Zum Mittagessen gab es Reis, Fleisch, Bohnen, Kartoffeln und Fruchtsalat.

Nach dem Mittagessen ist die Gruppe zu den Geschäften aufgebrochen um Stoffe für Näharbeiten einzukaufen. Anschließend haben wir die Näherinnen mit den Näharbeiten beauftragt. Um 5 Uhr sind wir ins Waisenhaus gegangen. Dort haben uns die Waisenkinder einen Tanz vorgeführt und danach wurden wir aufgefordert mitzutanzen.

Abends hat unsere Gruppe mit Christian und Emanuel zu Abend gegessen.

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Nach dem Frühstück wurden uns zwei Jugendliche vorgestellt, Pascal und Louise. Mit ihnen haben wir dann eine Wanderung zu einem Markt gemacht und es war sehr interessant, die verschiedenen Menschen, Häuser und Früchte zu sehen. Beate und Karl waren allerdings nicht mit bei der Wanderung, weil sie noch Stoffe für die Näherinnen gekauft haben.

Uns werden auch immer mehr Wörter in Kinyarwanda beigebracht, wie mwaramutse und amakuru, was Guten Morgen und Wie geht es dir? heißt. Die Leute sind alle sehr nett und offen.

Nach unserer Rückkehr gab es Mittagessen mit Louise, Pascal, Christian, Emi, Gaudiose und Egide. Nach dem Essen teilte sich die Gruppe auf; die Erwachsenen gingen zum Partnerschaftskomitee und die Jugendlichen verbrachten ihren Nachmittag mit Louise und Pascal im Gemeinschaftsraum.

Nach dem Abendessen verabschiedeten sie sich dann und es ging für alle ins Bett.

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Heute haben wir morgens die Schule und den Kindergarten besucht. Die Englischkentnisse der Kindergartenkinder sind echt beeindruckend!

In der Grundschule hatte die vierte Klasse sogar ein Lied für uns eingübt und und ein paar Kinder haben uns mit einer kleinen Rede Willkommen geheißen. Danach sind wir durch ein paar Klassen gegangen und haben mit den Kindern gesungen und haben Fragen beantwortet.

Nach dem wie immer leckeren Mittagessen haben wir Pascal und Louise getroffen und sind zusammen zu den Korbflechterinnen gegangen. Dort haben wir einen kleinen Workshop besucht, d.h. jedem von uns stand eine der Frauen zur Seite, die uns geholfen hat, einen kleinen Untersetzer zu flechten.

Das ist anstrengender und härter als es aussieht!

Nachdem alle ihre Arbeit fertig gestellt hatten, sind wir zurück zu unserem Quartier und haben uns etwas ausgeruht. Die Jugendlichen und Louise, Pascal und Christian haben Volleyball gespielt, was viel Spaß gemacht hat.

Nach dem Abendessen sind alle müde ins Bett gegangen.

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Morgens nach dem Frühstück haben wir uns aufgemacht, um zur Berufsschule zu gehen. Dort haben wir uns die verschiedenen Arbeitsstellen angeguckt: Hausbau, Schweißen, technisches Zeichnen und Tischlern. Uns wurden auch noch Fotos gezeigt und alles erklärt. Nachher haben wir auch noch ein Foto mit den Lehrlingen gemacht.

Später sind wir weiter zur Secondary School gegangen. Da dort allerdings im Moment die Examen geschrieben werden, konnten wir nicht in die Klassenräume und haben stattdessen die Küche angeguckt, die aus mehreren riesigen Bottichen, unter denen Feuer gemacht wird, besteht. Es gibt außerdem mehrere schuleigene Kühe und Schweine.

Nachmittags sind wir geteilt in zwei Gruppen mit Louise, Christian und Pascal zu zwei Familien gegangen. Dort haben wir uns durch Pascal mit der Familie unterhalten und etwas gegessen. Die Familie waren Bananenbauern und haben auch mehrere Tiere wie Kühe, Schweine, Kaninchen und Meerschweinchen (allerdings werden sie nicht im deutschen Sinne gehalten). Wir haben gemerkt, dass sie schon ziemlich einfach leben, da zum Beispiel das Haus aus Lehm gebaut wurde. Pascal sagte aber, dass diese Familie ungefähr eine Durchschnittsfamilie hier ist.

Abends hat uns Pascal noch beigebracht wie man Armbänder macht und wir haben die Geschenke für Gaudiose überreicht.  

Danke übrigens für die Gästebucheinträge, wir haben uns sehr darüber gefreut. Wir freuen uns auch über weitere Einträge, diese werden täglich beim Essen vorgelesen.

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Morgens gab es ein leckeres Frühstück, nachdem wir etwas Zeit hatten, um Briefe zu schreiben. Um 10 Uhr ging es dann mit dem Jeep zu Gérard, einem Bauern, der 2010 schon mal bei uns zu Besuch war.

Die Jugendlichen und Christian durften auf der Ladefläche des Jeeps mitfahren, was ziemlich abenteuerlich war, da die Straßen größtenteils aus Sand und Steinen bestanden und schonmal einen Höhenunterschied von einem halben Meter von einer Straßenseite zur anderen haben konnten.

Bei Gérard wurden wir von der ganzen Familie begrüßt; Gérard, seiner Frau, seinen fünf Töchtern, seinem Sohn und seinen drei Enkelkindern. Sie wohnen in einem kleinen Haus zwischen Bananenstauden. Rundherum sind Berge und man hat eine wundervolle Aussicht auf den Fluss, der im Tal zwischen den Bergen entlang fließt.

Wir haben alle zusammen im Wohnzimmer gegessen und es wurden Geschenke überreicht, sowie auch eine kleine Ziege, die da bleiben musste, weil wir sie nicht mitnehmen konnten.

Die Rückfahrt war für die Jugendlichen genauso witzig und abenteuerlich wie die Hinfahrt. Am Nachmittag konnten sich alle ausruhen oder mit den Kindern hier Fußball spielen.

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Nach dem, wie immer leckeren, Frühstück sind wir um 9 Uhr zum Krankenhaus gegangen und wurden vom Leiter des Krankenhauses empfangen, der uns dann durch die Anlage geführt hat. Wir sahen die Apotheke, die Notaufnahme, die Physiotherapie, die Neugeborenenstation, die Frühchenstation, die Zahnarzt,- Augen,- und HNO-Praxis, die Station für problematische Schwangerschaften und die Kapelle. Es war sehr interessant die Unterschiede zwischen den deutschen und den ruandischen Krankenhäusern zu sehen: Zum Beispiel riecht es im ruandischen Krankenhaus nicht nach Desinfektionsmittel.

Nach unserer Rückkehr haben wir Mittag gegessen und später sind wir zum Haus von Jean-Bosko gegangen und wurden dabei von seinen zwei Söhnen begleitet. Dort angekommen haben wir uns unterhalten, etwas getrunken und gesungen. Die Familie ist sehr nett und wir haben uns gut verstanden. Jean-Bosko hat 6 leibliche Kinder und außerdem noch 4 Pflegekinder.

Danach konnten sich alle ausruhen bis es Abendessen gab.

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Heute sind wir nach dem Frühstück mit dem Pickup zu der ersten Messe von Egide gefahren. (Es waren insgesamt zehn Leute hinten auf der Ladefläche.)

Der Gottesdienst fand auf einer amphitheaterähnlichen Wiese statt, da wahrscheinlich keine Kirche hier die 5000 Menschen, die gekommen waren, beherbergen könnte.

Es war eine wichtige Erfahrung für uns, da der Gottesdienst ganz anders als der Gottesdienst in unserer Kirche ist. Es wurden ungefähr zehn Babys getauft und es gab tatsächlich für alle 5000 Menschen eine Hostie. Es wurden auch viele Geschenke überreicht, darunter auch unsere Kerzen für die Kirche und die Stola für Egide.

Unsere Gruppe wurde nach vorne geholt und vorgestellt. Danach musste Opa eine Rede halten.

Nach sechs Stunden war dann die Messe zuende und wir konnten nach einem gemeinsamen Essen mit den Nonnen und Priestern wieder nach Hause gehen.

Abends haben wir uns dann noch gut mit anderen Gästen von Egide, die auch in unserem Quartier untergebracht sind, unterhalten.

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Wir sind gerade bei unserer Rückfahrt von Egides Gemeinde zurück nach Ruli eine kleine Abkürzung gefahren. Der Blick in die Landschaft ist wirklich wunderschön. Es gibt nur ein kleines Problem: Die Brücken hier bestehen aus nebeneinander gelegten Holzstämmen. Beim Versuch sie zu überqueren ist leider das rechte Vorderrad zwischen zwei Stämmen eingeklemmt worden. Wir sitzen wörtlich genommen fest. Daran haben auch die inzwischen 30 Helfer (kräftige Minenarbeiter) nichts ändern können. In einer Stunde wird es schlagartig dunkel werden und wir hoffen, dass wir bis dahin zurück sind. Jetzt versuchen unsere Helfer das Auto statt vorwärts rückwärts zu schieben...
Und es hat geklappt! Wir freuen uns und die Minenarbeiter freuen sich auch, was vielleicht mit einer kleinen Bezahlung zu tun hat.

Morgens sind wir nach dem Frühstück in einem Kleinbus, der meiner Meinung nach für 15 Personen ausgelegt ist, mit 20 Leuten zu Egides Gemeinde gefahren, wo es wieder eine Messe gab. Es dauerte wieder 6 Stunden und ähnelte ziemlich der Messe gestern.
Es gibt Vermutungen, dass unser kleiner Unfall nur deshalb zustande gekommen ist, weil wir erstens früher gegangen sind und zweitens kein Priester im Auto war.
Um zu der Gemeinde zu kommen mussten wir auch mit einer Fähre über einen Fluss fahren, also es handelte sich dabei um ein kleines Holzboot, was mit einem Stock zum anderen Ufer gebracht wurde.
Abends haben wir noch die Sugar Canes probiert, holzartige Stöcke, die saftig und süß sind.
Zum Abendessen kamen die Katalanen, die wir gestern beim Gottesdienst kennengelernt haben. Sie sind alle sehr nett und wir haben uns gut unterhalten.

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Heute haben wir wieder eine Pickup Tour gemacht, was den Jugendlichen wie immer gut gefallen hat. Nach dem Frühstück sind wir losgefahren und wurden dann bei der Coltanmine abgesetzt. Sie liegt direkt an einem der Berghänge, als musste man schon ganz schön klettern, um dahin zu kommen. Aber für die Aussicht lohnte es sich auf jeden Fall. Uns wurde dort ein bisschen der Stollen gezeigt und wie das Coltan dann weiter verarbeitet wird.

Von da aus sind wir dann weiter gewandert, Richtung Nil. Wir sind an einem Bach entlang gelaufen und konnten viel von der Landschaft sehen. Nach ein paar Stunden wurden wir dann bei einer Schule von den Pickups erwartet und sind dann zu einer Brücke, über den Nil, gefahren. Wir wurden von sehr vielen Kindern verfolgt, die neben uns hergerannt sind. Selbst mehrere Kilometer weiter liefen die kleinen Usain Bolts noch neben unserem Pickup her.

Wir sind dann zu den Schwestern in einer der Subparishes gefahren. Dort konnten wir uns ein wenig ausruhen und essen. Von da aus sind wir wieder zurück zu unserem Quartier gefahren. Kurz bevor wir angekommen sind, ist bei dem Jeep ein Reifen geplatzt. Zum Glück hatten wir einen Ersatzreifen dabei und konnten schnell weiter fahren.

Abends war der weibliche Teil der Jugendlichen unserer Gruppe bei den katalanischen Mädchen zu Besuch.

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Morgens sind wir nach dem Frühstück mit drei der Katalanen zur Kaffeefabrik gegangen. Dann haben wir erstmal den dort hergestellten Joghurt probiert, der sehr lecker war. Wir wurden dann durch die Fabrik geführt und haben die einzelnen Schritte des Kaffees gesehen. Zurück sind wir auf der Ladefläche eines LKWs gefahren.

Nach dem Mittagessen haben wir uns etwas ausgeruht und um 3 Uhr sind ein paar unserer Freunde gekommen und auch 3 kleine Jungs, die uns gezeigt haben, wie man Bananenbälle herstellt.

Dann gab es noch Abendessen. Es hat wie immer gut geschmeckt.

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Morgens sind wir direkt nach dem Frühstück zum Genocide Memorial Ruli gegangen, das an den Völkermord in Ruanda vor ca. 20 Jahren erinnert. Es war sehr bedrückend, die Geschichte auch von Leuten erzählt zu bekommen, die es selbst erlebt haben.

Danach waren wir noch im Nähladen und den restlichen Tag bis um 17 Uhr haben wir damit verbracht, unsere Appartements aufzuräumen, in die Einkaufsstraße zu gehen, zu lesen oder uns sonst wie zu beschäftigen.

Gegen 5 Uhr kamen dann noch mal Louise und Pascal und wir haben Volleyball gespielt bis es Abendbrot gab.

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Heute stand ein Ruhetag für unsere Gruppe an. Das heißt, dass wir es uns nach dem Frühstück erstmal gemütlich gemacht haben. Ein wenig Sonnen auf den großen Polsterstühlen vor den Wohnungen, Musik hören und ein Buch lesen. Ab und zu kamen Leute vorbei, brachten etwas und wollten um etwas bitten.

Heute gab es übrigens auch Zeugnisse für die Kindergartenkinder!

Nachmittags kamen zwei Mädchen von der katalanischen Gruppe und konnten mit Lisa und Anna Emanuel überreden, eine kleine Spritztour mit dem Pickup bei Sonnenuntergang zu machen. Das war ein absolut einzigartiges Erlebnis!

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Heute, unseren letzten ganzen Tag in Ruli, haben wir größtenteils damit verbracht zu packen und uns auszuruhen. Vormittags kamen auch die Näharbeiten an. Nachmittags kamen nochmal Pascal und Louise und wir haben Volleyball gespielt.

Abends hatten die Tanzgruppe und die Trommelgruppe eine Tanzshow für uns vorbereitet, die sehr beeindruckend und schön war. Wir haben ebenfalls mitgetanzt und getrommelt. Danach saßen wir noch in einer kleinen Runde zusammen und haben Musik gehört.

Unser Besuch in der Kaffeefabrik vor ein paar Tagen wäre übrigens nicht ohne unser adoptiertes deutsches Familienmitglied Lillit möglich gewesen, und wir sind ihr sehr dankbar dafür. Sie schreibt übrigens auch einen Blog, den ihr unter https://kaffee-kooperative.de finden könnt.

Heute haben wir Ruli verlassen und sind nach Kigali gefahren.

Morgens waren wir noch in der Frühmesse, wo Karl eine kleine Dankesrede gehalten hat. Danach haben wir noch schnell gefrühstückt. An dieser Stelle vielen Dank für die Gästebucheinträge, die wir immer beim Essen lesen.

Nachdem noch die letzten Sachen gepackt wurden, ging es zum Verabschieden. Manche Pastoren haben uns jedoch mit nach Kigali begleitet. Auf dem Weg sind wir durch Orte gefahren, die mehr oder weniger aussehen wie Ruli: Bunte Häuser, rote Sandstraßen und kleine Kinder, die am Straßenrand spielen.

In Kigali sah es jedoch komplett anders aus, nachdem wir erstmals auf geteerter Straße gefahren sind. Überall stehen große Gebäude und man merkt, dass Kigali sich weiterentwickelt, da überall Baustellen sind. Man sieht jedoch auch an jeder Ecke einen Soldaten mit Gewehr stehen. Als wir in den Supermarkt gegangen sind, wurden wir sogar abgetastet und nach Waffen durchsucht.

Unser Hotel, das Center Saint Paul ist aber sehr schön. Es hat einen europäischen Stil, wenn auch überall Palmen stehen.

Auch das Essen hier ist sehr lecker.

Morgens haben wir noch in Kigali gefrühstückt und sind dann zwei Stunden mit unserem eigenen gemieteten Kleinbus in den Akagera Nationalpark gefahren. Schon vor der ersten Rezeption haben wir Affen und Antilopen gesehen. Und dann sind wir in der Lodge angekommen: Das ist ein Fünf-Sterne-Hotel mit Blick auf einen See und das andere Ufer in Tansania. Außerdem gibt es einen großen Pool und einen kleinen Whirlpool, die wir auch gut genutzt haben. Die Zimmer waren sehr komfortabel mit riesigen Betten, Fernseher und Badewanne. 

Nach unserer Ankunft sind gewisse Teile unserer Gruppe sofort in den Pool gegangen und dann haben wir in dem Restaurant Pizza und Hamburger gegessen. Den restlichen Nachmittag bis es dunkel wurde haben wir am und im Pool verbracht und haben unter anderem Christian das Schwimmen beigebracht und uns gesonnt.

Abends haben wir wieder im Restaurant diniert und es ist hier sehr lecker und unsere ganze Gruppe und auch Christian und Gaudiose genießen das Hotel sehr.

Heute war unser Safaritag!

Morgens haben wir um 6 Uhr gefrühstückt, damit wir um 7 Uhr direkt unsere Safari beginnen konnten. Wir sind in dem Kleinbus und einem Rangerjeep einmal durch den ganzen Nationalpark gefahren. Wir haben vor allem sehr viele Antilopen, Affen und Zebras gesehen, die fast überall herumliefen. Doch schon nach 10 Minuten stand ein Elefant auf dem Weg, der leicht aggressiv auf die Autos zugelaufen ist, aber dann konnten wir an ihm vorbeifahren. Nach einiger Zeit haben wir einen Stop bei einem See gemacht, am "Hippo Beach". Und es gab wirklich sehr viele Nilpferde dort, die auch das Wasser verlassen haben. Und was dort auch auf einer Insel lag, war ein kleines Krokodil, was allerdings nicht viel gemacht hat. Auf unserer Weiterfahrt durch das wunderschöne Gelände haben wir auch noch viele Büffel, Weißkopfseeadler und Warzenschweine gesehen und nach einer kleinen Mittagspause haben wir dann zwei Löwen gesichtet, denen wir mit den Autos gefolgt sind und die gerade dabei waren ein junges Zebra anzuvisieren. Ganz zum Schluss, wir dachten schon, wir würden sie nicht mehr sehen, liefen uns noch ein dutzend Giraffen über den Weg, die auch sehr beeindruckende Tiere sind. Insgesamt war die Safari eine sehr interessante und faszinierende Erfahrung, die wir jederzeit gerne wieder machen würden.

Dann sind wir noch drei Stunden zurück nach Kigali gefahren.

Wir sind wieder zurück in Kigali; das heißt, nur noch zwei Tage hier in Ruanda. Heute wollten wir eigentlich auf den Touristenmarkt, um, wie der Name schon sagt, viele Souvenirs und Sachen zu kaufen, die wir in Deutschland in der Gemeinde verkaufen können.

Jedoch mussten wir, nachdem alle im Bully hingebracht worden waren, feststellen, dass der Markt geschlossen war, weil die Händler auf einer Wahlveranstaltung von Paul Kagame, dem Präsidenten, waren.

Also sind wir stattdessen zum Caritasshop gefahren, wo wir auch viele Sachen, privat und zum Verkauf, einkaufen konnten. Nach dem Mittagessen haben wir kurz Christians Freundin kennen gelernt und sind nochmal los und haben noch sämtliche Läden abgeklappert, die Souvenirs wie Schlüsselanhänger, Miniaturfiguren und Holzschnitzereien verkauft haben.

Abends haben wir dann alle unsere maßgeschneiderten, afrikanischen Kleider und Hemden angezogen und sind zum Bischof gefahren. Mit ihm haben wir ein bisschen geredet, getrunken und gegessen und wir haben am Ende einen Segen bekommen. Er ist übrigens der Nachbar von Paul Kagame.

Von da aus sind wir direkt mit Jean Claude, Christian und Gaudiose zu einem italienischen Restaurant gefahren. Es war sehr schön dort und man konnten durch ein riesiges Fenster ohne Glas die nächtlichen Lichter Kigalis beobachten.

Abends mussten wir uns dann von Gaudiose und Egide verabschieden, weil die beiden wieder nach Ruli fuhren.

Die Gruppe ist heute frühmorgens von Kigali aus in Brüssel gelandet und dann nach Frankfurt weiter geflogen. Von dort ging es am frühen Nachmittag nach Hannover.

Nun sind alle wieder wohlbehalten und mit guter Laune zuhause angekommen.

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WerreWeser-Brief

Informationen aus dem pastoralen Raum WerreWeser

Hinweis: Für das Projekt "Wir sind im Fluss ... für Ruanda!" bitte nur den Email-Link in unserem Beitrag verwenden. Die Email-Adresse im WWB ist falsch.

Ausgabe Juli-August 2018

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