1 | 2 | 3

Ruanda 2015

 

Reisetagebuch Rwanda vom 06.07.2015 - Erster Eintrag

Hallo liebe Leser unseres Tagebuchs,
wir entschuldigen uns erstmal, dass wir erst jetzt etwas schreiben, da die Internetverbindung nicht überall vorhanden ist.

Nachdem wir nach 15-stündiger Reise um ein Uhr morgens aus dem Flughafen in Kigali kamen, wurden wir herzlich von einer Delegation der Gemeinde St. Dominique herzlich empfangen. Darauf folgte die Autofahrt hoch nach Ruli, die drei Stunden dauerte. Schlussendlich konnten wir um fünf ins Bett gehen und noch ein wenig schlafen.

Das Leben hier ist anders, als wir uns es vorgestellt hatten. Wir haben meistens fließend Wasser und auch Strom. Auch, wenn wir kalt duschen müssen, bekommen wir zwei warme Mahlzeiten am Tag, die sehr lecker und üppig sind.

Der Freitag startete für uns recht spät, während die Einheimischen schon früh zu arbeiten begannen. Nach dem späten Frühstück erkundeten wir das erste Mal das Dorf Ruli. Danach bekamen wir natürlich direkt wieder etwas zu Essen. Am Nachmittag wurden wir dann mit den wichtigsten Leuten und dem Programm für die nächsten  Wochen bekannt gemacht.

 Am darauf folgenden Tag besuchten wir die Grundschule des Ortes und obwohl samstags keine Schule ist, waren sehr viele Kinder da, um uns zu Begrüßen. Nach einer eindrucksvollen Performance gab es natürlich wieder etwas zu essen.

Zu einem fast komplett katholischen Dorf gehoert natuerlich auch der sonntaegliche Kirchengang. Dazu haben die Bewohner drei Moeglichkeiten. Der erste Gottesdienst beginnt um 7 Uhr, der zweite um 9 und der dritte um 11 Uhr.  Jeder Gottesdienst ist gut besucht und viele Kinder sind dabei. In allen Gottesdiensten haben wir unsere Willkommensperformance vorgefuehrt. Der zweite Gottesdienst hat die Besonderheit, dass fast nur Kinder dabei sind. Den Nachmittag haben wir damit verbracht, mit den afrikanischen Kindern zu spielen.


Das hier war der erste Samstag und ist in der Grundschule.


Das ist Karl am Sonntag nach der Kirche beim Bonbon verteilen.


Das ist die Landschaft dort; aus diesem Grund wird Ruanda auch "Das Land der tausend Hügel" genannt.


Der dortige Kirchenchor, der mit uns gesungen hat.


Die Montierung der Glocke, unser Gastgeschenk. 

(Alle Fotos: Anna Kühlmann)



 

Reisetagebuch Rwanda vom 10.07.2015 - Zweiter Eintrag

Liebe Leserinnen und Leser,
Nun  endlich, nach den vielen neu gesammelten Eindrücken, kommt hier der zweite Teil  unseres Reistagebuches.

Am Montag wollten wir den Kindergarten und das Waisenhaus besuchen. Da in Ruanda ein Feiertag war, war der Kindergarten leider geschlossen. Deshalb versuchten wir unser Glück beim Waisenhaus. Dort wurden wir herzlich begrüßt. Die Kinder des Waisenhauses freuten sich sehr über die mitgebrachten Geschenke von uns, die von der Leiterin verteilt wurden. Unter den Geschenken waren Luftballons, Bonbons, Stifte und Springseile. Ein junges Mädchen führte uns durch das Waisenhaus und versuchte soweit es ging unsere Fragen zu beantworten. Im Waisenhaus waren wir ca. drei Stunden, danach noch  kurz in der Stadt.

Am Dienstag haben wir erst einen kleinen aber gut besuchten Markt besucht und die eine oder andere Spezialität besorgt. Danach haben wir eine Kaffeekooperation von Ruli besucht. Dort wurde uns genau gezeigt wie der Kaffee in verschiedenen Schritten hergestellt wird.
Um die Kaffeequalität zu sichern, wird der Kaffee in verschiedenen Prozessen einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Am Mittwoch hatten wir einen freien Tag und haben diesen mit Briefe schreiben verbracht. Am Mittag waren wir mit der Caritas in der örtlichen Kantine essen.

Am Donnerstag besuchten wir eine Coltanmine Ruandas. Dorthin fuhren wir mit dem Pick-up. Dann machten wir uns zu Fuss zum Abstieg der Mine. Nach der Besichtigung der Mine nahmen wir am Gottesdienst fuer die Minenarbeiter teil.
Am Abend wurden wir vom Chef der Mine zum Essen in einem kleinen Restaurant eingeladen.

Am Freitag besuchten wir das Krankenhaus Rulis und brachten Medizinische Dinge. Wir besuchten die Oberschwester Rosa und wurden dann durch das Krankenhaus gefuehrt.


Auf diesem Bild waren wir im Waisenhaus und haben uns unterhalten bzw. gespielt.


Ein Klischee-Foto.


Die Kindergartenkinder beim Spielen.


Ein Gruppenfoto mit Sister Rosa, der Verwaltungschefin von jeglichen kirchlichen Einrichtungen. 

(Alle Fotos: Anna Kühlmann)


 



Reisetagebuch Rwanda vom 17.07.2015 - Dritter und letzter Eintrag

Hallo liebe Leser,
dies wird unser letzter Eintrag in dieses Reisetagebuch sein, da wir am Montagabend abreisen werden.

Beginnen wir mit den Erlebnissen von Samstag, dem 11. Juli 2015. An diesem Tag waren wir nach Rwankuba zu einer Priesterweihe eingeladen. Um 8 Uhr starteten wir und kamen gegen 9:30 Uhr in Rwankuba an. Dort wurden wir sehr freundlich von den Menschen empfangen. Es ist nicht so wie in Deutschland, dass eine Zeremonie für einen Priester veranstaltet wird, sondern es wurde ein Mann zum Priester geweiht und vier Männer zu Diakonen. Ein Diakon ist die Vorstufe zu einem katholischen Priester. Dieser Gottesdienst dauerte exakt nur fuenf Stunden.
Den Sonntag durften wir, dank fünffachen Segens, frei machen. Wir wurden am Nachmittag von Sister Rosa, der Verwaltungschefin von allen kirchlichen Einrichtungen hier in Ruli, umher geführt, um das Projekt, dass jeweils fünf Waisen in einer Familie leben, zu beschauen.

Am Montag durften wir uns die Secundary School und das APEM, eine Einrichtung für Schüler, die nicht studieren gehen können, ansehen. Danach ging die mentale Vorbereitung auf den Akagera National Park los. Wir mussten packen.

Am nächsten Morgen ging die Reise sehr früh los. Zuerst sind wir runter nach Kigali gefahren und haben dort den Caritasladen und den Kigali-Tourist-Market besucht. Nachdem wir dort alle Geschäfte erledigt hatten, sind wir auf zum Akagera-National-Park. Die Fahrt war echt witzig, weil zuerst der Reifen des einen Autos geplatzt ist und dann das andere Auto von der Polizei angehalten wurde, weil es zu schnell gefahren ist. Nach zwei Stunden waren wir im Park und sogleich liefen uns Paviane über den Weg. Wir checkten ins Hotel ein und freuten uns über puren Luxus: fließendes, warmes Wasser und eine Badewanne. Nach der langen Reise war dies ein wundervoller Ausklang.

Mittwoch waren wir den ganzen Tag im Park, um Tiere zu beobachten. Das Highlight war das Picknick mit den Nilpferden, aber auch der Elefantenbulle, welcher uns den Weg versperrte, war nett. Der Akagera-National-Park kann nur weiter empfohlen werden.

Gestern waren wir bei einem alten Bekannten: Gerard. Er hatte uns zum Essen eingeladen und man muss sagen, dass das Essen vom Allerfeinsten war.

Heute ging dann unsere letzte, große Shoppingtour los, denn unsere ganzen Sachen, welche wir in Bestellung gegeben hatten, wollten abgeholt werden. Das Highlight des heutigen Tages war dann, dass die Volkstänzer und die Trommler uns einen Besuch abgestattet haben. Die Trommler, die hatten es einfach drauf.

Wir danken allen Lesern, die unsere Reise mitverfolgt haben.

Es grüßen
Beate, Karl, Julian, Kerstin und Anna


Ein Ausschnitt von dem Einzug der Priester beim Gottesdienst der Priesterweihe in Rwankuba.


Die Prozession, wo Geschenke den Priestern überbracht werden.


Ein Gruppenfoto mit dem Erzbischof von Ruanda.


Ein Elefantenbulle, der uns im Akagera-National-Park den Weg versperrt hat.


Eine Giraffe.


Nilpferde, mit denen wir zu Mittag gegessen haben.


Die Trommler.


Da waren wir bei Jean-Bosco, einem Katecheten, eingeladen. Er und seine Frau übergeben Karl, stellvertretend für unsere Gemeinde, ein Geschenk.


Julian und Kerstin ehrfürchtig vor dem schärfsten Gewürz Ruandas.

(Alle Fotos: Anna Kühlmann)


Veranstaltungskalender

Veranstaltungen

Übersicht


WerreWeser-Brief

Informationen aus dem pastoralen Raum WerreWeser

Ausgabe Dezember 2018 / Januar 2019

Gibt's was Neues?

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Infos, Beiträge und Artikel für die Website bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!