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Gedanken zum Tod von Margret Hufnagel

vorgetragen von Mechthild Bange und Theo Block im Sonntagsgottesdienst am 02.09.2018

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Margret Hufnagel ist vor einer Woche im Alter von 81 Jahren in Kassel gestorben und letzten Freitag dort beigesetzt worden. Den meisten der Anwesenden ist sie über viele Jahre vertraut gewesen. Wir begrüßen heute auch ihre Familie, ihre Nachbarn, Turn- und Kegelschwestern sowie Mitglieder der Frauenunion.

Ihr Platz beim sonntäglichen Gottesdienst war hier im Bereich des Priestersitzes. Sie hat in den letzten 50 Jahren die Geschicke von St. Walburga in vielen Funktionen maßgeblich beeinflusst.

Deshalb wollen wir ihrer in dieser Eucharistiefeier dankend gedenken.

Margret Hufnagel gehörte zu den wichtigsten Frauen in unserer Gemeinde - ein unermüdliches Energiebündel und ein wahres Multitalent. In diversen Gruppierungen hat sie über Jahre Leitungsfunktionen übernommen. Bei besonderen Anlässen oder Festen der Gemeinde war sie - mit oder ohne Festausschuss - die kompetente Ansprechpartnerin, bei der alle Fäden zusammenliefen. Ob bei den jährlichen Gemeindefesten an Fronleichnam, bei Priesterjubiläen, bei der Verpflegung von Musikern bei Chorkonzerten oder der Beköstigung von ehrenamtlichen "Bauarbeitern" - stets konnte die Gemeinde auf ihre Hilfe setzen und ihrem Organisationstalent vertrauen. Wegen ihrer Verdienste beim Rahmenprogramm von Chorprojekten war sie Ehrenmitglied des Kirchenchores.

Margret Hufnagel ist über Jahre in die Gremien PGR und KV gewählt worden. Ihre fundierte Meinung zu vielen Thema war gefragt. Viele ihrer Vorschläge zur Gestaltung des Gemeindelebens, zu notwendigen Anschaffungen oder baulichen Verbesserungen wurden umgesetzt. Besonderes Augenmerk hat sie bei der Anschaffung von Küchen, Küchengerät, Geschirr und Zeltlagerausstattung gelegt.

Von 1992 an hat sie die Zeltlagertradition mit aufgebaut und bis 2011 die Kinder und Jugendlichen nicht nur bekocht sondern auch getröstet sowie ihr krankenpflegerisches Wissen eingebracht. Die Auszeichnung „Hufnagel´s 5*Küche“ wurde ihr und ihrem Mann Franz bereits im 1. Zeltlager verliehen.

Selbst Bischöfe profitierten von ihren Kochkünsten und ihrer Unterhaltung beim Verkosten der Speisen anlässlich von Firmungen und Visitationen.

Einige der damaligen Weihbischöfe aus Paderborn leiten derzeit Diözesen in Fulda, Speyer und München/Freising. Unter Bischöfen war also ihr Gesicht bekannt. So wundert es nicht, dass Margret in Rom von Papst Johannes Paul II. per Handschlag im Petersdom begrüßt wurde.

Neben der Fähigkeit kleine und große Gruppen schmackhaft zu verköstigen, war Margret Hufnagel auch das entsprechende Ambiente wichtig. Unter dem Motto „Das Auge isst mit!“ lag ihr Augenmerk auf der Tischdekoration: Tischdecken, Blumen und das Geschirr... alles wurde aufeinander abgestimmt. So manche Kofferraumladung hat sie die Treppe zur Kirche hoch und nach einer Feier wieder heruntergetragen!

Besondere Freude hatte sie an edlen Stoffen und mit großem handwerklichen Geschick konnte sie diese verarbeiten und gestalten: Sitzkissen für die Bestuhlung in der Kirche, einen Wandbehang für die Werktagskapelle und auch das Altartuch in Kreuzform, das heute unseren Altar schmückt.

Für die Gewänder der Kommunionkinder hat sie die Stoffe und Schnitte ausgesucht und gemeinsam mit anderen talentierten Frauen das Nähen, Anpassen und Pflegen übernommen.

Mit künstlerischem Geschick gestaltete sie über Jahre in Zusammenarbeit mit ihrem Frauenkreis Adventsgestecke und sammelte durch deren Verkauf Spenden für unterschiedliche Projekte. Seit 2008 gehörte sie zu dem Kreis derer, die sich um den Blumenschmuck in unserer Kirche kümmern.

Margret Hufnagel war die Auseinandersetzung mit religiös/theologischen Inhalten wichtig. In Zusammenarbeit mit dem Dekanatsbildungswerk entwickelte sie das Bildungsprogramm des Frauenkreises, den sie über 30 Jahre leitete.

Ebenso lag ihr die Ökumene am Herzen. Dies zeigte sich in ihrer aktiven Mitarbeit bei Stadtfestgottesdiensten, Bibelwochen und Weltgebetstagen.

Vielen Gemeindemitgliedern hat Bruno Faupel Anfang der achtziger Jahre die Sehnsucht zu den Bergen in die Seele gepflanzt. Margret und Franz Hufnagel waren von Beginn an bei den Wanderfreizeiten in den Südtiroler Bergen dabei.

Die Vor- und Nachbereitung der Freizeit, die Buchung von Quartieren und die Koordination der An- und Abreise lagen bis zum letzten Jahr in ihren Händen.

Wenn wir von einem Menschen
Abschied nehmen müssen,

dann kommen uns allerlei
Gedanken und Erinnerungen.

Wir sehen Momentaufnahmen
vor unserem geistigen Auge,
von dem, was wir gemeinsam
erlebt und bewegt haben.

Uns wird bewusst,
was Margret für uns bedeutet hat und
worin sie uns fehlen wird.
In unseren Gedanken wird
sie in uns lebendig bleiben.

Darum wollen wir heute
in all unserer Trauer
dankbar sein für das, was
Margret für uns war.

Sie ist bei dir, Gott, geborgen,
und unser Glaube schenkt uns
Hoffnung und Zuversicht.

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